Letztes Update am 30. März 2021 von Olaf Schwantes

Was deine Liebe beeinflusst … und wie du trotz all dieser Einflüsse deinen Weg findest. Du wirst überrascht sein, wie viele Einflussfaktoren es gibt, die nicht direkt mit deinem oder deiner Liebsten zu tun haben …
 

Welches Bild haben wir von der Liebe?

Es ist jetzt Herbst während ich diesen Beitrag verfasse und viele schauen vielleicht gerade wieder vermehrt Liebesfilme. Und für mich ist es immer so, dass die ganzen Hollywood Liebesfilme wunderschön sind, das Paar kommt zusammen und das Happy End ist da.

Ich habe dann auch eine Träne im Knopfloch, weil ich mich freue. Gleichzeitig denke ich aber auch ‚Okay, und hier geht die Liebe los‘. Hier wird spannend. Hier ist die Musik drin. Hier geht so das Richtige los, wo eigentlich es erst wirklich um das gesamte Potenzial eurer Liebe, eurer Beziehung geht und wo ihr da was heben können. Und da hören die meisten Filme auf. Da sieht man es nicht. Es gibt da noch andere Filme, sowas wie früher Kramer gegen Kramer zum Beispiel, wo es dann schon im Rosenkrieg drin ist.

Aber da gibt’s ja noch ganz viel dazwischen. Und genau damit ihr diese Zeit dazwischen gut überlebt und den ganz eigenen Weg drin findet, gibt es einige Impulse heute.

A pro pro Bild – du siehst oder hörst lieber? Kein Problem 🙂

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Welchen Druck macht ihr euch selbst?

Ich höre ganz oft von den Paaren, mit denen ich direkt zusammenarbeite „Ach, weißt du, Olaf, wir wollen wieder so verliebt sein wie am Anfang.“

Was wir aber dann natürlich vergessen, ist, dass ihr nicht mehr der Mensch sei, dass du nicht mehr der Mensch bist, der du am Anfang warst. Du hast dich weiterentwickelt. Dein Partner, deine Partnerin hat sich auch weiterentwickelt. Und neben all der Leidenschaft und Lust, die am Anfang halt extrem da war, wo ihr vielleicht die Finger nicht voneinander lassen konntet, gibt es halt auch ganz viel Unsicherheit ganz am Anfang.

Was uns prägt

Mag er oder sie mich wirklich, kann ich mich so zeigen, wie ich bin? Und alles das, was mit Liebe zu tun hat, ist häufig, weil wir es ja nicht gelernt haben, irgendwo geprägt entweder durch Hollywood-Filme oder durch Pornos. Gerade wenn es um das Thema Sexualität geht. Das wir ein bestimmtes Bild haben.

Und dann rennen wir dann dem ganzen Thema immer hinterher und versuchen diese Bilder zu erfüllen. Und das beeinflusst uns. Und wie der Titel ja schon sagt, geht es mir darum, dass du deinen eigenen Weg darin findest, gemeinsam mit deinem oder deiner Liebsten.

Verliebtsein ist geil

Denn eins, da müssen wir nicht drüber reden: Verliebtsein ist geil. Ich bin jetzt seit sechs Monaten mit meiner neuen Partnerin zusammen und wir sind immer noch in der Verliebtheitsphase. Und ja na klar ist das geil, ist das schön und macht Spaß! Und klar gibt’s auch den ersten Knarz, wo wir uns zurecht ruckeln, weil wir nun halt auch nicht mehr unbenutzt sondern schon beziehungserfahren sind, um es positiv auszudrücken. Also das heißt, das hat doch auch ganz viel was zu tun.

Ja, natürlich ist das geil. Bloß wir könnten diesen Hormon-Cocktail gar nicht durchhalten, wenn wir sagen würden ich will dauerhaft in diesem Verliebtheitsgefühl bleiben, weil da kommen wir mit so wenig Schlaf auf einmal aus und wir können mit so vielen Dingen auch klarkommen. Und überleg dir mal, du würdest das durchhalten, dann würde sich unsere Lebenserwartung wieder drastisch reduzieren, wenn wir das versuchen zu leben.

Vertrauen und Sicherheit

Weil, was für mich dann das Wertvolle ist nach der Verliebtheitsphase: Hier fängt die Vertiefung der Liebe und eures Vertrauens an – das ist bei jedem Paar unterschiedlich.

Bei mir und meiner Partnerin dadurch, dass wir zum Teil auch eine Fernbeziehung führen, sind wir relativ schnell an den Punkt gekommen sind, wo es um das Vertiefen der Liebe ging. Und das finde ich so genial, wenn du auf einmal das, was ich eben im Vortext gesagt habe, nicht mehr diese Unsicherheit hast. Wenn du dir sicherer bist, wenn du weiß ‚Hey, ich kann mich so zeigen, wie ich bin. Ich kann mich hier mit meinen starken, aber auch mit meinen (vermeintlich) schwachen Seiten zeigen.

Ich kann so sein, wie ich bin. Ich muss nicht irgendetwas vorspielen (was du übrigens im Idealfall nie machst – weil was ist das für eine Basis?) Häufig ist es doch, wenn wir frisch uns verlieben, zeigen wir vielleicht die eine oder andere Eigenart nicht. Und jetzt geht’s nicht darum, dass ich die Zahnpastatube auflasse oder habe ich Flatulenzen und verkneife mir das irgendwie und irgendwann höre ich damit auf. Das meine ich damit gar nicht, sondern es gibt einfach eine ganz andere Qualität, wenn eine gewisse Grundsicherheit reinkommt.

Und das ist so extrem wichtig.

Wir Menschen brauchen und benötigen mehr oder weniger Sicherheit. Und damit meine ich jetzt nicht das, was ich beruflich früher vermeintlich mit meinen Beamtenstatus hatte, sondern damit meine ich wirklich so eine Grundsicherheit in uns, das nicht ein Fragezeichen hinter der Beziehung steht, dass ich nicht jedes Mal denken muss, ob die Beziehung den Tag überlebt. Sondern dass ich weiß, dass das gerade überhaupt nicht die Frage ist. Ich kann mich hier vielmehr in die Beziehung eingeben und damit gibt es eine ganz neue Qualität in eurer Beziehung.

Das ist das, was ich genial finde, weil dann fangt ihr an, den Schatz, den es da zwischen euch beiden und mit euch beiden gibt, wirklich zu heben.

Was deine Liebe beeinflusst

Das eine sind natürlich Bilder, die wir sehen, Werbeanzeigen oder von glücklichen Paaren in Zeitschriften. Wir haben irgendwo Fotobücher, schauen uns Beziehungsratgeber, Videos oder Filme an.

Du siehst das auch bei den Bildern, die ich auf Social Media nutze, vorrangig auf meinem Blog gar nicht mehr. In Social Media versuche ich das immer weiter zurückzufahren, da immer nur die glücklichen Paare zu zeigen. Wir kriegen dann immer nur ein bestimmtes Bild und dann denken wir, so muss das sein. Und wenn es bei mir nicht so ist oder bei uns so nicht ist, dann bin ich nicht richtig. Und das ist fatal, weil dann vergleiche ich mich und Vergleiche ist immer der Tod.

Das ist nicht nur für mich als Selbstständiger, wenn ich mich mit Kolleginnen und Kollegen vergleichen würde und das in der negativen Art und Weise mache, gilt das in der Liebesbeziehung genauso. Wessen Maßstab will ich da anlegen? Und da geht es mir darum, dich und deine Partnerin, deinen Partner zu ermutigen:

Findet euren eigenen Maßstab!

Also Bilder und Filme beeinflussen uns. Dann natürlich all das, was du an bisherigen Erfahrungen hat, bevor du in diese Beziehung gegangen bist.

Also was für Prägungen bringst du mit?

Wie bist du mit Beziehungen aufgewachsen? Wie haben deine Bezugspersonen Beziehung vor dir gelebt? Deine Eltern, Geschwister, wer auch immer ein wichtiger Mensch in deinem Leben war. Was hast du da erlebt und erfahren, wie sind sie als Paar miteinander umgegangen sind? Wie sind sie mit Beziehungskrisen umgegangen? Wie sind sie mit ihrer Kommunikation umgegangen? Wie ist es mit Liebe und Sexualität gewesen? Und so weiter und so fort. Das gleiche gilt natürlich für deine vorherigen Erfahrungen.

Was trägst du noch im Rucksack?

Alles das, was du in anderen Beziehungen erlebt hast. Das trägst du in deinem Rucksack. Und wenn wir es schaffen, uns das bewusst zu machen, dann verliert das seine emotionale Wucht. Es geht nicht immer darum, dass wir alle jetzt eine Therapie machen müssen oder wie du diese Themen für dich angehst und aufarbeitest. Und dir vielleicht sogar sagen „Oh, das muss ich jetzt erstmal aufarbeiten, damit ich wieder beziehungsfähig bin.“ Heilung von vergangenem Scheiß kann auch gelingen, wenn ihr beide es schafft, bewusst eure eigene Beziehung zu kreieren.

Was hat dein Umfeld für einen Einfluss?

Kommen wir zu einem weiteren wichtigen Punkt, der extremen Einfluss hat: Dein Umfeld. Vielleicht denkst du im ersten Moment „Wieso ist mein Umfeld so wichtig?“ Was sagen deine Freunde zu dem neuen Partner, zu der neuen Partnerin? Was sagt deine Familie? Ist dieser Mensch willkommen oder nicht? Wird er oder sie abgelehnt? Wie reagierst du darauf? Nehmen wir mal ein – leider immer noch – Extrem-Beispiel: Eine Frau ist mit einem deutlich jüngeren Mann zusammen.

Wie wird diese Frau angeschaut, wenn sie mit diesem Mann auf der Straße geht? Ich finde das so traurig, weil umgekehrt bei einem Mann ist es akzeptiert. Ja, da wird vielleicht drüber müde gelächelt und gedacht „Ach, der hat sich auch schon mal eine Pflegerin gesucht.“ Aber es ist vermeintlich akzeptiert und umgekehrt eben nicht. Wenn es bei einer Frau ist, die einen jüngeren Mann an ihrer Seite, dann heißt das ‚Oh, was ist das denn? Das kann doch gar nicht sein.‘

Also: Unser Umfeld hat eben einen massiven Einfluss. Auch das ist wichtig dir das bewusst zu machen. Das hilft dir und euch, wenn ihr euch mit euren eigenen Wegen und dem als Paar auseinandersetzt.

 

 

Was ist euer eigener Weg in der Liebe?

Wenn ihr nicht die Quellen, die euch beeinflussen, die um euch herum sind und  euch negativ beeinflussen (von den positiven lasst euch gerne inspirieren) ausschaltet, werdet ihr in eurer Weiterentwicklung nicht wirklich voran kommen.

Damit euch das gelingt, braucht es Bewusstsein, um es eben bewusst verändern zu können. So hoffe ich, dass dieser Beitrag euch dabei unterstützt. Was ganz wichtig ist: Natürlich ist es cool, wenn ihr euch mit eurer Beziehungs- und Paarvision bzw. idealen Beziehung, wie ich es nenne, auseinandersetzt.

Wichtig ist aber: Findet darin euren eigenen Weg für eure Liebe, Beziehung und Partnerschaft.

Liebe und Beziehung sind kein Sprint, sondern ein Dauerlauf. Es braucht euren langen Atem. Die Liebe will gepflegt werden.

Und natürlich: Wenn ihr euch ein bisschen in eurer Liebe verlaufen habt, in der Sackgasse gelandet seid, heißt es zu Beginn erst einmal mehr die Ärmel hochzukrempeln und zu sagen ‚Lass uns zusehen, dass wir hier jetzt aus unserer Tretmühle rauskommen.‘ Aber danach ist es wichtig, regelmäßig dran zu bleiben. Und dafür braucht es gar so nicht viel. Und das geht mit einfacheren Dingen, als du dir vielleicht vorstellst.

Wie ihr jetzt in die Umsetzung kommt

Vielleicht fragst du dich jetzt ‚Okay, Olaf. Ist ja schön, wenn du das so sagst, dass das einfach ist, aber wie?‘

Dann habe ich hier noch vertiefende Impulse für dich:

  • 2 Artikel, 1 Video und die Checkliste – all das findest du hier: https://www.olaf-schwantes.com/wie-liebe-gelingt-start/
  • 5 Elemente für die glückliche Beziehung https://youtu.be/np9S9KrfCk8

  • 5 Dinge, die langjährige Paare von Frischverliebten lernen können https://youtu.be/_vS_ncnClk4

In diesem Sinne wie immer alles Liebe für dich. Ich wünsche euch ganz viel Spaß und neue Erfahrungen beim Umsetzen.

Und zu guter Letzt die Frage wie immer: Was ist das, was du aus dieser Folge von heute mitnimmst? Was ist der eine Tipp, den du umsetzen willst? Was ist das eine, was du mitnimmst? Ich freue mich auf deinen Kommentar.

Denn mich interessiert, wie es dir mit meinen Inhalten geht und was du aus dieser Folge mitnimmst.

Alles Liebe

Olaf

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